Angedacht

 

 

Alles Stroh oder was?

  

Adventszeit, draußen ist es ungemütlich und vor dem Schreiben dieser Zeilen habe ich erst mal meinen PC ausgemistet. Früher wurden Akten und Unterlagen aussortiert, heute sind es E-Mails und Dateien. Was ist da nicht in den letzten Jahren zusammen gekommen. Einladungen zum Predigen, Arbeitsberichte der Gemeindeleitung, Tagesordnungen und viele Mails mit Gemeindemitgliedern. Als ich so beim Löschen der alten Unterlagen bin, stellt sich ganz zaghaft die Frage ein: „Was hat es gebracht? Was ist draus geworden?“

Die Bibel hat sich auch mit dieser Frage auseinander gesetzt. Was wird bleiben? Was hat Bestand?

In 1. Korinther, Kapitel 3 lesen wir:

(Der Vers 11 wird ja oft als Trauspruch für Hochzeiten genommen, aber dann geht es sehr herausfordernd weiter)

11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.

Zuerst ein wichtiger Hinweis: Es geht bei diesem Gericht NICHT darum,  wer gerettet ist, dies geschieht allein aus Gnade! Ganz wichtig!

Aber es ist auch nicht so, wie viele Christen denken: „Hauptsache gerettet“ und das war´s dann für alle Ewigkeit.

Es geht hier darum, was wir in unserem irdischen Leben getan haben und wie es bewertet wird.

Stroh oder Gold, Heu oder Edelsteine, Silber oder Holz – was wird bleiben.

Wie werde ich einmal vor Gott stehen?

Mit leeren Händen, mit Asche oder mit Silber, mit Gold oder mit Holzkohle?

Mein Verhalten hier auf Erden hat Auswirkungen in alle Ewigkeit.

Und es zählt nicht, wie viel wir tun, oder was die Leute darüber denken, oder wie sehr wir uns für den Herrn aufopfern – dies alles zählt nicht.

Es geht darum, dass wir Gottes Willen mit den uns anvertrauten Gaben ausführen.

„Hören auf den Gott der redet“  – so der Titel eines christlichen Buches.

Hören auf den Gott, der zu mir ganz persönlich redet, der mich ganz persönlich beauftragt.

Das wünsche ich uns für das neue Jahr – und vielleicht können wir uns sogar gegenseitig dabei helfen.

 

 

Rainer Kaschig

(Gemeindeleiter)

 

 
 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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